Geheimtipp: Konzerte, Oper und Höhlen in Budapest
Klangvolles Budapest –
Komponisten-Museen und klassische Konzerte Ungarische Musik genießt einen internationalen Ruf. Ein klassisches Konzert daher gehört zu den Höhepunkten eines Budapest-Besuchs. Die leichte Musik der „Operettenkönige“ Ferenc (Ungarisch für Franz) Lehár und Imre Kálmán sowie die Opern von Ferenc Erkel, der als Komponist der Nationalhymne große Popularität genießt, stehen fest im Programm Budapester Konzertsäle. Den Mittelpunkt des Konzertlebens stellt die neue Musikakademie dar, wo auch Werke von Ferenc Liszt, Béla Bartók und Zoltán Kodály nicht fehlen. Aktuelle Programme unterschiedlicher Veranstaltungsorte sind unter www.budapestinfo.hu abrufbar. Budapest bietet Musik-Interessierten darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten, in Museen und Gedenkhäusern einen Einblick in Leben und Werk der großen Komponisten zu gewinnen. Mit seinen Bearbeitungen und Kompositionen war Ferenc Liszt seiner Zeit voraus. Das brachte ihm schon im 19. Jahrhundert Weltruhm ein. Im Gebäude der sogenannten „alten“ Musikakademie (Bezirk VI., Vörösmarty u. 35.), die von Liszt begründet wurde, befindet sich die einstige Wohnung des Komponisten. Sie ist heute Ort des Franz-Liszt-Gedenkmuseums. Besucher können das Arbeitszimmer sowie den Salon mit den Instrumenten des Musikers besichtigen. Im ehemaligen Speisezimmer sind jährlich wechselnde Ausstellungen zu sehen. Das Museum ist täglich außer montags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt liegt bei 500 Forint, ermäßigt 250 Forint (umgerechnet etwa 2,50 bzw. 1,25 Euro). Im Franz-Liszt-Kammersaal werden häufig Konzerte gegeben. Auch Béla Bartók schaffte es an die Spitze der internationalen Komponistengemeinde. Wie die Werke seines Freundes und Kollegen Zoltán Kodály spiegeln auch Bartóks Kompositionen traditionelle ungarische Volksmusik wider. Bis zu seiner Emigration im Zweiten Weltkrieg lebte Bartók in einer Budapester Villa (II. Csalán út 29.), die sowohl innen als auch außen originalgetreu restauriert wurde und heute das ihm gewidmete Gedenkhaus beherbergt. In unterschiedlichen Räumen bestaunen Musikfreunde Möbel, persönliche Gegenstände und Sammlungen des Künstlers sowie von ihm angeregte Gemälde. Im Konzertsaal des Hauses werden jedes Jahr bis zu 150 Kammerkonzerte mit Werken von Bartók und zeitgenössischen Komponisten gegeben. Dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr steht das Museum Besuchern offen. Der Eintritt kostet 400 bzw. ermäßigt 200 Forint (rund 1,60 bzw. 0,80 Euro). Zoltán Kodály ist ebenfalls ein Gedenkmuseum (VI. Kodály körönd 1) gewidmet. In der Budapester Wohnung, in der der Musiker von 1924 bis 1967 lebte, gewinnen Besucher dank zahlreicher Fotografien, Manuskripte und Dokumente einen Eindruck von der vielseitigen Arbeit des Komponisten. Die Öffnungszeiten des Museums sind mittwochs von 10 bis 16 Uhr, donnerstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 14 Uhr. Die Eintrittskarte ist für 200 Forint bzw. ermäßigt für 100 Forint (etwa 0,80 bzw. 0,40 Euro) erhältlich. Übrigens: In allen drei Gedenkhäusern ist der Eintritt mit der Budapest Card kostenlos!
Kaum zu glauben, aber wahr – auch Budapest ist eine „Höhlenstadt“
Wer an Ungarns Hauptstadt und Donaumetropole denkt, dem fallen sicherlich viele Superlativen ein: Denn das „Paris des Ostens“ kann – unter anderem – auf etwa 120 Thermal- und Heilquellen, Europas größtes Parlamentsgebäude und der (nach London) ältesten U-Bahn des Kontinents stolz sein. Aber – Budapest hat auch eine verborgene Unterwelt. Denn kaum zu glauben, aber wahr: zur großen Überraschung vieler Besucher entpuppt sich die Hauptstadt der Magyaren als „Höhlenstadt“. Feuchte Füße gibt es in der János-Molnár-Höhle am Fuße des Józsefberges. Die weit verzweigte Thermalquelle im Herzen der Stadt gilt als Geheimtipp für Taucher mit Mut zum Besonderen. Auf einer Länge von über drei Kilometern und einer Tiefe von bis zu 65 Metern wechseln sich enge Kanäle mit quasi Kathedralen-artigen Hohlräumen und glasklarem Wasser. Da sich der Einstieg unweit eines türkischen Bades nur erfahrenen Tauchern öffnet, müssen „Landratten“ auf andere, nicht minder beeindruckende Höhlen ausweichen. Bereits in mittelalterlichen Urkunden erwähnt, besteht das Labyrinth (Budavári Labirintus, I. Úri u. 9.) unterhalb der Budaer Burg aus natürlichen Hohlräumen, die seit dem Mittelalter künstlich miteinander verbunden wurden und militärischen Zwecken dienten. Im Zweiten Weltkrieg verschanzten sich hier 30.000 deutsche Soldaten, zudem lebten damals rund 10.000 Zivilisten dort unten. Und auch heute noch sind große Teile des unterirdischen Systems militärisches Sperrgebiet. Budapest-Besucher können jedoch ein 1,2 Kilometer langes Teilstück des unterirdischen Höhlensystems als Labyrinth mit diversen thematischen Ausstellungen bestaunen. Zu sphärischer Musik geht es durch die schummerigen Gänge 20 Meter tief unter die Erde. Einlass ist täglich zwischen 09.30 und 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt 1.200, ermäßigt 1.000 Forint (etwa 4,80 bzw. 4,00 Euro). Ungarns drittlängste und Budapests längste Tropfsteinhöhle hat den klangvollen Name Pálvölgyi-Barlang (II. Szépvölgyi út 162.) und wurde 1904 während der Arbeiten in einem Steinbruch entdeckt. Seit 1944 steht sie unter Naturschutz. Bis heute sind etwas mehr als sieben Kilometer erschlossen, die bis in eine Tiefe von über 100 Metern reichen, aber nur rund 500 Meter sind für Touristen zugänglich. Zu besichtigen ist die Höhle dienstags bis sonntags zwischen 10 und 16 Uhr, Touren starten jede volle Stunde. Bei einer konstanten Temperatur von knapp unter 10° Celsius ist warme Kleidung angesagt. Der Eintritt beträgt 550, ermäßigt 450 Forint (etwa 2,20 bzw. 1,80 Euro), BudapestCard-Inhaber erhalten 100 Prozent Rabatt. Von mittwochs bis sonntags, 10 bis 16 Uhr, kann man die Szemlõ-hegyi Höhle (II. Pusztaszeri út 35.) besichtigen, von der bislang etwas über zwei Kilometer erschlossen sind, die – aufgrund der wie Blumenkohl oder Popcorn anmutenden Gesteinsformationen – auch als „unterirdischer Blumengarten Budapests“ bezeichnet wird. Sie ist nur im Rahmen einer etwa 40-minütigen Tour jede volle Stunde zu besichtigen (Kosten: 500 bzw. 400 Forint, umgerechnet etwa 2,00 bzw.1,60 Euro, BudapestCard-Inhaber haben freien Eintritt). Vor und nach den regulären Besuchszeiten ist die Höhle seit 1990 Kranken vorbehalten: die reine, kühle Luft mit einer konstanten Temperatur von 12° Celsius und einer fast 100-prozentigen Luftfeuchtigkeit hat sich bewährt bei Behandlungen von Asthma, Allergien und Atemwegserkrankungen. Entdeckt wurde die Höhle aber schon 1930, 1961 wurde sie unter Naturschutz gestellt.
Blickfang Ungarische Staatsoper –
Sehenswerte Führungen durch den Prachtbau Ein Besuch der Staatsoper in Budapest lohnt sich nicht nur für Freunde erstklassiger Musikerlebnisse. Auch für Reisende, die in das Flair der Gründerzeit eintauchen wollen, sollte das Prunkstück an der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Andrássy Straße auf dem Programm stehen. Besonders zu empfehlen sind die Führungen, die täglich um 15 und 16 Uhr auch in deutscher Sprache angeboten werden. Der Eintritt kostet 2.000 Forint, ermäßigt 1.000 Forint (umgerechnet etwa 8,10 Euro bzw. 4,05 Euro). In den Nischen zu beiden Seiten des Haupteingangs sehen Besucher Statuen der großen ungarischen Komponisten Ferenc (= Franz) Liszt und Ferenc Erkel, dem ersten Direktor der Staatsoper. Mit seiner Oper „Bánk Bán“ wurde der Musentempel 1884 offiziell eingeweiht. Auf dem Rundgang durch das Neorenaissance-Gebäude beeindruckt das festliche Foyer mit seiner Marmortreppe und dem Fußbodenmosaik. Es fasziniert dann eine der größten und zweifellos schönsten Bühnen Europas, vor der bis zu 1300 Gäste bei Oper und Ballett der Musik lauschen können. Über dem dreigeschossigen Zuschauerraum wölbt sich die mit Fresken von Károly Lotz verzierte Kuppel. Darüber hinaus schmücken zahlreiche Gemälde das Innere des gesamten Kulturpalasts, der zwischen 1875 und 1884 nach Plänen von Miklós Ybl erbaut und in den 1980er-Jahren aufwändig renoviert wurde. Dabei waren die Restaurateure bemüht, die originale Ausstattung weitestgehend zu bewahren. So bewegt sich alljährlich an Silvester eine bunte Gesellschaft in nostalgisch-plüschiger Umgebung, wenn Budapester und internationale Gäste zum Ball in der Staatsoper zusammentreffen. In direkter Nachbarschaft der Oper können Besucher auch andere imposante Bauwerke bestaunen. So zum Beispiel das ehemalige Palais Drechsler, das im Stil der französischen Renaissance-Schlösser gebaut wurde. Darüber hinaus verdichtet sich in diesem Viertel das Kulturleben der Stadt, weswegen es manchmal auch „Budapester Broadway“ genannt wird. Theater, Operetten, Cabaretshows und Museen bieten ein umfangreiches Programm. Sympathische Cafés und Kneipen laden zum Verweilen in teils historischem Ambiente ein. Informationen: Ungarische Staatsoper (Magyar Állami Operaház), Andrássy út 20., H-1061 Budapest, Tel. 0036 / 1 / 3328197, Internet www.opera.hu, E-Mail boavi@elender.hu
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Das erste Holocaust-Museum in Osteuropa
Vor sechzig Jahren, am 16. April 1944, begann eines der besonders dunklen Kapitel in der Geschichte des Holocaust: in Zusammenarbeit mit Eichmann-Einheiten deportierte die ungarische Regierung - die nach der deutschen Besatzung Ungarns mit den Nationalsozialisten eng kollaborierte - in 56 Tagen gesamt 437302 ungarische Staatsbürger (Juden und Zigeuner) nach Auschwitz-Birkenau. Fast alle starben dort in den Gaskammern. Jeder dritte in Auschwitz ermordete Jude stammt aus dem Land der Magyaren.
In Ungarn, dem einstigen K.u.K.(kaiserlich und königlich)-Vielvölkerstaat, gab es schon seit 1920, also lange vor den Nürnberger Rassegesetzen von 1935, antisemitische Gesetze, etwa das „numerus clausus“, eine „jüdische Quote“ an den Universitäten, im Kultur- und Medienwesen bzw. in Staatsämtern. Dennoch tut man sich mit der Aufarbeitung des ungarischen Holocaust bis heute schwer. Jüngst warnte auch der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre KERTÉSZ vor einem verdeckten osteuropäischen Antisemitismus.
Das nun am 16.04.2004 zum 60. Jahrestag der ungarischen Judenvernichtung in Budapest eröffnete „Holocaust Memorial Center“ könnte durchaus einen Wendepunkt in der ungarischen Vergangenheitsbewältigung markieren. Es ist nicht nur das erste Holocaust-Museum in Osteuropa, der ungarische Staatspräsident Franz MÁDL betonte während des feierlichen Staatsakts vor allem, dass der Holocaust auch ein Teil der ungarischen Geschichte sei - als „lebendige Vergangenheit“.
Sieben Millionen Euro kostete der Neubau des ungarischen Architekten István MÁNYI ; die kargen Elemente des von hohen, hellen Mauern aus indischem Quazit umgebenen Gebäudes assoziieren Freiheit und Unfreiheit. Schießschartenartige Fenster sind hoch oben in die Mauer eingeschnitten. Hinter der roh belassenen Steinmauer verbirgt sich ein architektonisches Kleinod, das vom Eingang und dem Atrium- Innenhof aus zu bewundern ist: die Synagoge aus dem Jahr 1924. Ihr Architekt war Leopold Baumhorn, ein heute unbekannter Baumeister sakraler Gebäude, der in Ungarn 22 Synagogen errichtete. Das Budapester Gotteshaus war noch bis 1967 regelmäßig von einer neologischen Gemeinde, einem reformierten Zweig des Judentums, genutzt worden. Dann verfiel es. Die ehemalige Synagoge ist von einem Neubau vollkommen um/eingeschlossen. Zunächst war geplant gewesen, den hellen, freundlichen Synagogenraum im Zentrum der Gedenkstätte leer zu lassen - als Ort des Gedenkens. Nun will man ihn doch für Vorträge, Diskussionen und Filmvorführungen nutzen - als Ort für Begegnungen.
Dennoch: Zufrieden ist niemand. Die Kritik setzt an bei dem Umstand, dass der Neubau die Synagoge umschließt; dies reduziere das Holocaust-Thema auf eine religiöse Dimension. Auch die provisorische Ausstellung in den Untergeschossen hat Unmut provoziert. Die Präsentation des so genannten „Auschwitz-Albums“, einer Leihgabe von Yad Vashem mit 235 Fotodokumenten von der Ankunft der ungarischen Juden in Auschwitz, demonstriere in alter Manier nur eine deutsche Verantwortlichkeit für den Holocaust. Auf der Galerie der ehemaligen Synagoge ist jetzt eine zusammenfassende Ausstellung über den Holocaust der ungarischen Zigeuner.
Das Museum liegt zwar nahe zum Zentrum aber in einer Nebenstraße. Das bringt nicht nur praktische Probleme mit sich - wo sollen in der schmalen Seitenstraße Busse parken? - viele deuten die Randlage als eine erneute „Ghettoisierung“. Das neue „konkurrierende“ Budapester Geschichtsmuseum - „Haus des Terrors“ genannt - liege „besser“ an der prächtigen Andrássy-Straße. Am Ende des 2. Weltkrieges war dort im Haus Nr. 60 das berüchtigte Zentrum der ungarischen Faschisten - der „Pfeilkreuzler“- bzw. nach dem 2.Krieg der ungarischen „Stasi“. Dort werden jetzt mit moderner Museumsdidaktik und hohem technischem Aufwand auf 2350 Quadratmetern „alle Leiden“ der Ungarn im 20. Jahrhundert visualisiert. Zum Holocaust-Jahrestag wurde dort auch eine Ausstellung mit dem Titel „Kinder-Holocaust“ eröffnet. Eine weitere Ausstellung wurde auch in der Kunsthalle am imposanten Helden-Platz im Stadtwäldchen eröffnet, mit dem Titel „Der verschwiegene Holocaust“.
Eine Aufklärung über Verfolgungen, Vertreibungen und Völkermorde des 20.Jahrhunderts in Europa ist in Ungarn tatsächlich notwendig. Etwa 60% der Bevölkerung wissen kaum etwas über den Holocaust. Dabei sind die Juden in Ungarn wieder heimisch geworden: Mit 85000 Menschen ist der jüdische Bevölkerungsanteil Budapests wieder der größte aller Städte in Mittelosteuropa. Es gibt mehrere jüdische Schulen, eine Rabbinerausbildung und ein internationales jüdisches Kulturfestival (jedes Jahr am Ende August und Anfang September). Synagogen wurden renoviert und für Besucher geöffnet, Reiseveranstalter bieten Touren durch das jüdische Budapest samt koscherer Verkostung an.
Besonders die 20- bis 30-Jährigen zeigen sich geschichtsbewusst. Ein Zeichen dafür war der imposante Fackelzug, den Studenten und Schüler am Donnerstagabend nach der Eröffnung organisierten. Tausende von Menschen zogen zur Donau, um an die Gräueltaten der Pfeilkreuzler zu erinnern. Sie hatten 1944 jede Nacht 50 bis 60 Juden, insgesamt 5000, am Ufer ermordet, indem sie sie aneinander banden und den ersten erschossen. Der Tote zog die anderen mit ins Wasser. „Music Box“, Costa-Gavras' Hollywoodfilm von 1989 mit Armin Mueller-Stahl in der Hauptrolle, ist einer der wenigen Filme, der diese ungarische Kollaboration thematisiert.
Leider lässt ein breites Interesse am neuen Museum bisher auf sich warten. Es gibt nur vereinzelte Besucher, die der Stimme lauschen, die die Namen ungarischer Holocaustopfer vorliest. Zum Vorlesen der Namen kann man sich vor Ort bei den Hostessen anmelden. Vor der hohen und langen schwarzen Marmor-Erinnerungswand brennen Kerzen, es sind schon dort 60.000 Namen der Holocaustopfer eingemeißelt, fehlen aber noch etwa 400.000, die noch anonym sind. Es wurde aber mit mehr Besucher gerechnet. Statt langer Schlangen gibt's nur fast leere Räume. „Achtzig Prozent der Bevölkerung sind katholisch, sie sind nicht am Judentum interessiert", erklärt eine Museumshostess. Dass es weniger um das Judentum als ungarische Geschichte geht, wurde der Öffentlichkeit trotz der Ministerreden kaum vermittelt. Sogar die ungarischen Medien mussten sich korrigieren: Sie hatten zunächst von einem „Jüdischen Museum“ statt von einem „Museum für Geschichte“ gesprochen. Der Holocaust gelte in Ungarn noch vornehmlich als „jüdische Angelegenheit“. Szabolcs SZITA, wissenschaftlicher Leiter des nun im Museum ansässigen Archiv- und Dokumentationszentrums - das 1990 aus einer privaten Initiative entstanden ist und die ständige Ausstellung planen soll - ist frustriert. „Wir haben jetzt ein teures Gebäude, alle machen ein großes Tamtam, und dann: stille Nacht.“ Es fehlt, wie immer, an Geld. Zwar kooperiert das Zentrum schon mit anderen Holocaust-Einrichtungen, vor allem bei der Lehrerfortbildung und beim Austausch von Dokumenten, aber um bis 2005 eine ständige Ausstellung einrichten zu können, müssten die Kassen gefüllt werden.
Wo Sie das Holocaust Museum finden :
Holocaust Memorial Center
H-1094 Budapest, Páva utca 39. Tel 00361-2166557 Fax-2153888
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Eintritt frei.
Informationen unter www.hdke.hu
Die Páva -Straße liegt nahe zur Kreuzung der Üllõi út und der Großen Ringstraße, wo beim Ungarnaufstand 1956 ein Zentrum der Revolutionären war. Sie verbindet - parallel zur Ringstraße - die Üllõi út mit der Mester utca.
Siehe bitte dazu unser Angebot: www.kulturkontakt.hu/Jugendgruppen
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